Es geht weiter….

Dies waren die Worte von P. Johannes, als er nach einem Zazenkai zum letzten Mal aus dem Meditationsraum hinaus ging. Am 22. Juni jährt sich zum zehnten Mal sein Todestag.

Und an diesem Tag schalten wir sie frei, die NEUE HOMEPAGE.

Es war gar nicht so einfach, uns im Kreis der Mitarbeiter darauf zu einigen, wie es denn werden sollte, unser neues Aushängeschild. Es gilt, das Erbe des Anfangs weiterzutragen und zugleich nach vorne zu blicken. Etwas Besonderes schwebte uns vor, eine ruhige Seite, nicht mit den vielen farblichen und akustischen Impulsen, von denen das Internet überlastet ist. Unverkennbar die Seite eines Meditationsprogramms. Und zugleich gut zu „händeln“ für alle, die schnell nach Sesshin-Terminen und dem nächsten Meditations-Abend in der Regionalgruppe suchen. Viele Inhalte der alten Seite wurden überarbeitet bzw. neu geschrieben.

Sie werden es ja selbst sehen und sich hoffentlich schnell zurechtfinden. Wenn Sie mögen, nutzen Sie doch die neue Möglichkeit und bestellen unseren „Newsletter“ – den Klick dazu werden Sie auf der ersten Seite rechts ganz unten entdecken. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten. Reaktionen, Fehlerkorrekturen, Eindrücke der neuen Homepage…. sind willkommen!

Unser Dank gilt Günter Trapp, Web-Designer aus Mülheim an der Ruhr, der in enger Zusammenarbeit mit unserem Mitarbeiter Uli Lott speziell für uns ein Baukastensystem im Hintergrund entwickelte. Dank an das Team der Öffentlichkeitsarbeit, Christine Poensgen und Peter Wunsch, der mit eigenen Zeichnungen die neue Seite bereichert hat. Dank dem Freundeskreis, der die finanzielle Last getragen hat und trägt. Dank aber auch an Inge Hausen-Müller und ihrem Sohn Nils, die in Zusammenarbeit mit P. Johannes die erste Homepage gestalteten und damit für das Programm die Tür zum digitalen Zeitalter öffneten.

Auf der Suche nach Material für eine kleine Biografie über P. Johannes, die zum Jubiläumsjahr 2027 (55 Jahre Programm – 100. Geburtstag P. Johannes) erscheinen soll, ist mir etwas aufgegangen: Wie sehr er mit sich gerungen hat, seiner persönlichen Erfahrung treu zu bleiben und diese zur „Marke“, zur Identität des Programms „Zen-Kontemplation“ werden zu lassen. Denn dies war keineswegs selbstverständlich. Der Bindestrich, so betonte er immer wieder, das ist der Dialog zwischen Zen und lebendigem Glauben im eigenen Inneren. Und der Beginn dieses Dialogs ist jedem Menschen möglich, in der Stille, in Aufmerksamkeit, in der wachsenden Annahme seiner selbst.

Bei einem der letzten Sesshins hatte ich ein Erlebnis, das mich betroffen machte: Für eine Teilnehmerin war es das erste Mal, dass sie für mehrere Tage in die Stille ging. Ohne dass das Wort im Sesshin eine Rolle spielte, sprach sie im Schlussgespräch von „Herz-Berührung“ und bedankte sich herzlich bei allen Mit-Meditierenden dafür, dass sie sich, auch in schwierigen Phasen, getragen spürte. Sie, die Sie dies jetzt lesen, werden Ähnliches kennen. Mit Ihnen bin ich dankbar dafür, dass uns dieser „Schatz“ geschenkt ist und immer mehr aufgeht.

Es geht weiter….

P. Paul