Sesshin in Vallendar

18.-21.2.2010

Sesshin mit großer Beteiligung (50%) der römischen Gruppe des Programms "Leben aus der Mitte" in der Marienau - Vallendar.

Sesshin con grande participazione del gruppo romano del programma "Leben aus der Mitte" nella casa "Marienau" a Vallendar.

 

 

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Auf Ostern hin

P. Johannes Kopp S.A.C. Hôun-ken Roshi

"Gib mir noch heute die Gnade zu einem vollkommenen Beginn. Ich habe bisher nichts getan." (Nachfolge Christi I,19)

Im Leben aus der Mitte bin ich Schon und Noch nicht. Dies finde ich ausgedrückt in dem Gebet: "Gib mir noch heute die Gnade zu einem vollkommenen Beginn. Ich habe bisher nichts getan."    
"Der Zen-Weg ist ein Beginn-Weg", sagt genau dies mit anderen Worten.     
Ein Erfahrener versteht dies nicht in diesem Sinne, dass er als der "Vollendete" den anderen hilft, zu beginnen. Er sieht sich selbst immer im Beginn und verwirft das Bisherige, um sich dem Neuen zu öffnen - ein Kind ohne Geschichte.

Die Öffnung für das Neue wird in christlicher und auch in buddhistischer Erfahrung vollzogen in der Reue. In den Spätschriften des Gründers meiner Gemeinschaft, Vinzenz Pallotti, lese ich täglich die Bitte um die Gnade der vollkommenen Reue. Er verwirft sein Bisheriges und öffnet und weitet sich in seinem Wahren Selbst als Bild und Gleichnis Gottes. So sieht er sich als die ganze Schöpfung "mit aller Liebe, die ist und die war und die sein wird." Oft sagte mir mein Meister - immer noch höre ich seine Stimme - im Dokusan: "You are the universe."

Schon und Noch nicht ist wesensgemäß die Liebe. Sie hat nie genug und will sich verunendlichen.  
 
In dem Gebet "Gib mir noch heute die Gnade zu einem vollkommenen Beginn. Ich habe bisher nichts getan" sehe ich meine gesamte Bemühung als eine Geste des Bittens, ohne Anspruchshaltung und frei von Leistungszwang.

1. Es ist die Bitte um die Gnade, meine innere Wirklichkeit wahrzunehmen, damit ich in ihr heimisch werde und heimkomme zu mir selbst in meinem Wahren Wesen.
Es ist aber auch die Bitte, meine innere Wirklichkeit wahrzugeben. Ich lasse für mich wahr werden, was ich - der eigenen Erfahrung vorwegnehmend - im Glauben für mich als wahr annehme. Dies ist der Wurzelglaube, die Voraussetzung für den Zen-Weg: Die unendliche Wirklichkeit ist schon in mir, auch wenn ich sie noch nicht erfahren habe.

2. Es ist die Bitte um die Erkenntnis der inneren Wirklichkeit des Wertes über allen Werten, in der alle Werte enthalten sind. So überwältigt verkauft der Mann, der in einem Acker den Schatz entdeckt, all seine Habe, um dieses Eine zu erwerben.     

3. Es ist die Bitte um diesen Beginn, in dem mir alles bisher Erfahrene der Rohstoff ist, der gewandelt wird zur Gnade des Beginns in einem neuen Verständnis von Umkehr und Bekehrung.

In unserer raum-zeitlichen Wahrnehmung sind wir endlich. Unser Wesen aber lässt sich nicht raum-zeitlich begrenzen. Deswegen können wir es wagen, mit gleicher Selbstverständlichkeit, mit der wir von Körpergröße, -gewicht und -gestalt sprechen, auch zu sagen: "Wir sind Unendlichkeitswesen" - und von all unseren Wahrnehmungen: "Schneeflocken fallen in die Sonne"

"Gib uns noch heute die Gnade zu einem vollkommenen Beginn" kann die Bitte sein für den Weg auf Ostern hin, damit wir im Wunderbaren dieses Festes das Gemeinsame finden.

 

 

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Neue Regionalgruppe

Ab dem 3.3.2010:
Angeschlossen an das Programm LEBEN AUS DER MITTE gibt es eine neue Meditationsgruppe:
Köln
Mittwochs, 19.30 Uhr - 21.00 Uhr
Pfarrzentrum St. Urban, Stegerwaldsiedlung, Ulitzkastr.5/An St. Urban
Kontakt:
Dr. Rosemarie Basting
Tel.: 02203/8 37 42 oder 59 22 33, Email: ro.basting@t-online.de
Pfarrer Jürgen Dreher
Tel.: 0221/80 19 50 32, Email: dreher@kidepo.de